Wohin es sich in Österreich lohnt: zwischen Fluss, Fels und Kulturdenkmal
Zwischen Hochgebirge und pannonischer Tiefebene liegt eine Bandbreite, die für ein Land dieser Größe ungewöhnlich ist. Entsprechend unterschiedlich sind die Ziele.
Wie sich das Land gliedert
Dazwischen liegen die Hügellandschaften der Steiermark und Niederösterreichs, die landschaftlich oft unterschätzt werden.
Wer die Zonen einmal auseinanderhält, plant deutlich treffsicherer. Innerhalb einer Zone ähneln sich Anforderungen und Saison stark.
Wasser als Ausflugsziel
Im Frühsommer sind die Seen am leersten. Die Wassertemperatur ist dann niedriger, der Andrang aber deutlich geringer als im August.
Kärnten hat mit dem Wörthersee und dem Millstätter See Seen, die im Sommer deutlich wärmer werden als die Gewässer weiter im Norden.
| Wasserfälle | Frühsommer | Schneeschmelze erhöht die Wasserführung |
| Badeseen | Juli und August | im Osten früher warm |
| Bergseen | Juli bis September | kalt, kurze Saison |
| Flussradwege | Mai bis Oktober | Etappen gut planbar |
Wege durch den Fels
Der Eintritt liegt üblicherweise im einstelligen Eurobereich und finanziert die Instandhaltung der Anlagen, die jedes Frühjahr überprüft werden müssen.
Klammen sind enge, von Wasser ausgewaschene Felsschluchten. In Österreich sind viele davon über Stege und Treppen erschlossen und gegen Eintritt begehbar.
Praktische Ausrüstung
Regenschutz gehört auch bei stabiler Vorhersage in den Rucksack. Im Gebirge ändert sich die Lage innerhalb einer Stunde.
Sonnenschutz wird in Höhenlagen regelmäßig unterschätzt. Die Strahlung nimmt mit der Höhe deutlich zu, auch bei Bewölkung. Sortiert und laufend ergänzt steht das Ganze unter znaki.fm/at-de/places.
Worauf man achten sollte
Drohnen sind in Nationalparks und über Wildschutzgebieten grundsätzlich nicht erlaubt. Auch außerhalb gelten enge rechtliche Grenzen.
Österreich hat sechs Nationalparks, darunter die Hohen Tauern als größtes Schutzgebiet der Alpen und den Nationalpark Neusiedler See im Osten.
- Feste Schuhe mit Profil sind die wichtigste Ausrüstung
- Rund 300 Höhenmeter pro Stunde im Aufstieg einplanen
- Gewitter bilden sich im Sommer meist am Nachmittag
- Stirnlampe wiegt wenig und rettet den späten Abstieg
Gebaute Geschichte im Land
Stift Melk über der Donau ist eines der bekanntesten Barockbauwerke des Landes und liegt am Beginn der Wachau, was sich gut zu einem Tagesausflug verbinden lässt.
In der Nebensaison sind viele dieser Orte geschlossen oder haben stark verkürzte Zeiten. Ein Blick auf die Seite des Betreibers gehört zur Planung. Weitere Beiträge aus Österreich finden sich hier.
Was im Winter zugänglich bleibt
Präparierte Winterwanderwege sind geräumt und auch ohne Ausrüstung begehbar. Sie sind eine Alternative für alle, die nicht Ski fahren.
Die Tage sind kurz. Ab etwa 16 Uhr wird es dämmrig, was bei jeder Tourenplanung im Winter einzurechnen ist.
Nach starken Regenfällen kommt es zu kurzfristigen Sperren. Ein Blick auf die Seite des Betreibers vor der Anfahrt ist deshalb sinnvoll.
Eine kleine Stirnlampe wiegt fast nichts und ist genau dann nützlich, wenn eine Tour länger dauert als geplant.
Der Jahreslauf im Gelände
Der Winter verschiebt alles in die Skigebiete und in die Städte. Viele Naturziele sind dann nicht oder nur mit Ausrüstung zugänglich.
November und April sind Übergangsmonate mit eingeschränktem Angebot. Dafür sind Unterkünfte günstig und Städte angenehm leer.
Was am Ende bleibt
Unterm Strich gilt: weniger Ziele, dafür mehr Zeit für das einzelne. Das gilt für Bergtouren genauso wie für Stadtbesuche.
Am meisten bringt die Kombination aus einem bekannten Ziel und einem stillen Platz in der Nähe. So sieht man beide Seiten einer Region.
Öffentlich oder mit dem Auto?
Für Rundtouren ist die öffentliche Anreise oft praktischer, weil man nicht zum Auto zurückkehren muss.
Das Klimaticket gilt österreichweit im öffentlichen Verkehr und rechnet sich bereits bei wenigen längeren Fahrten im Jahr.
Stadtluft zwischen Wien und Bregenz
Städtekarten mit Verkehrsmitteln und Eintritten rechnen sich ab etwa drei Besichtigungen pro Tag, darunter selten.
Kleinere Städte wie Steyr, Hall in Tirol oder Rust haben historische Ortskerne, die deutlich weniger besucht sind als die großen Namen.
Die Saison ist begrenzt. Die meisten Klammen öffnen im Frühjahr und schließen im Herbst, weil die Anlagen im Winter nicht sicher begehbar sind.
Die bekanntesten Wasserfälle
Wildflüsse wie die Enns im Gesäuse oder die Salza in der Steiermark prägen ganze Talschaften und sind für Kajak und Rafting erschlossen.
Auen entlang der großen Flüsse stehen vielfach unter Schutz und beherbergen Arten, die anderswo längst verschwunden sind.
Vom Tal auf den Gipfel
Almhütten sind meist von Juni bis September bewirtschaftet. Außerhalb dieser Zeit gibt es keine Verpflegung und oft auch kein Wasser.
Das Wetter im Hochgebirge schlägt schnell um. Gewitter bilden sich im Sommer typischerweise am frühen Nachmittag, weshalb frühe Starts üblich sind.
Was sich mit Kindern eignet
Ein Wechselgewand im Rucksack erspart bei Bachläufen und Seen viel Diskussion.
Almhütten sind für Kinder oft der eigentliche Höhepunkt, wegen der Tiere und weil es dort etwas zu essen gibt.
Fragen aus der Praxis
Gibt es Welterbestätten in Österreich?
Ja, mehrere. Dazu zählen unter anderem die Wachau an der Donau und Teile des Salzkammerguts.
Was geht im Winter abseits der Skigebiete?
Präparierte Winterwanderwege, Rodelbahnen, Thermen sowie Städtebesuche. Viele Naturziele sind in dieser Zeit nicht zugänglich.
Welche Ziele eignen sich mit Kindern?
Themenwege mit Stationen, Seen mit flachem Einstieg und Almhütten. Die Wegzeit sollte etwa anderthalb- bis doppelt so lang angesetzt werden.
Dieser Überblick ersetzt keine Tourenplanung. Wetterbericht und aktuelle Hinweise der Region gehören vor jeden Ausflug.